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Mit Zinssicherungsinstrumenten gegen steigende Zinsen schützen

In der Sitzung des Zentralbankrates am 10.6.2010 hat EZB-Präsident Trichet den Leitzins von 1,0 % vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung für angemessen erklärt. Fremdfinanzierungen sind daher auf der gegenwärtigen Basis zu sehr günstigen Konditionen zu erhalten. Die Zukunftstrends zeigen aber die Notwendigkeit, im Rahmen eines aktiven Zinsmanagements Darlehen oder andere Fremdfinanzierungen im Hinblick auf die ihnen anhaftenden Zinssteigerungsrisiken zu überprüfen und angemessene Vorkehrungen zu deren Absicherung zu treffen.

Soll eine derzeit günstige Zinskondition im Hinblick auf eine Anschlussfinanzierung oder eine planmäßig neu einzugehende Fremdfinanzierung gesichert werden, kommt der Abschluss eines Forward-Darlehens in Betracht. Relativ einfach in der Durchführung und transparent in der Berechnung der Kosten können Konditionen bis zu 5 Jahre im voraus festgeschrieben werden.

Des Weiteren kann mittels Zinsbegrenzungsvereinbarungen, Zinsswaps oder auch Zinsoptionen den potentiellen Zinserhöhungsrisiken wirksam begegnet werden. Ohne die zugrundeliegenden Geschäfte selbst zu beeinflussen, bieten diese sogenannten Zinsderivate die Möglichkeit, sich gegen Zinssteigerungsrisiken abzusichern.

Besteht beispielsweise eine variable Finanzierung, kann ein sogenannter Cap gegen steigende Zinsen schützen. Der Darlehensnehmer partizipiert in diesem Fall weiter an den niedrigen Zinsen im kurzfristigen Bereich und ist geschützt vor steigenden Zinsen. Beim Abschluss eines Zinsswaps wird der variable Zinssatz (z.B. basierend auf dem Euribor) gegen einen Festzins getauscht. Auch hiermit kann sich das Unternehmen gegen steigende Zinsen absichern. Es kann dann im Unterschied zum Cap jedoch nicht mehr von sinkenden Zinsen profitieren.