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  • Arbeitgeber können für Arbeitnehmer, deren Muttersprache nicht Deutsch ist (z. B. Flüchtlinge), die Kosten für einen Deutschkurs übernehmen. Die Kostenübernahme führt nicht zu Arbeitslohn, wenn sie im überwiegend betrieblichen Interesse des Arbeitgebers erfolgt. Dieses liegt vor, wenn die Deutschkenntnisse im Aufgabengebiet des Arbeitnehmers erforderlich sind (Bundesfinanzministerium vom 4.7.2017).
  • Die Übernahme von Steuerberatungskosten durch den Arbeitgeber führt in Auslandsentsendungsfällen mit einer Nettolohnvereinbarung nicht zu Arbeitslohn (Finanzgericht Rheinland-Pfalz vom 21.12.2016). Die steuerliche Beratung darf allerdings nur die Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit umfassen und die Arbeitnehmer müssen etwaige Steuererstattungsansprüche an den Arbeitgeber abtreten. Betroffene Arbeitgeber sollten gegen anderslautende Lohnsteuernachforderungsbescheide Einspruch einlegen, da das Verfahren noch beim Bundesfinanzhof anhängig ist.
  • Scheidungskosten können aufgrund einer Gesetzesänderung ab dem Jahr 2013 nicht mehr als außergewöhnliche Belastungen bei der Ermittlung der Einkommensteuer abgezogen werden. Eine anderslautende Rechtsprechung des Finanzgerichts Köln aus 2016 wurde vom Bundesfinanzhof am 18.5.2017 aufgehoben.
  • Kosten für die Unterbringung in einem Pflegeheim können nur steuerlich geltend gemacht werden, wenn der Aufenthalt durch eine Krankheit veranlasst ist und wenn die Wohnfläche die üblicherweise für die krankheitsbedingte Pflege und Versorgung notwendige Raumgröße nicht überschreitet (Finanzgericht Düsseldorf vom 5.4.2017). Im Urteilsfall hielt das Finanzgericht eine Wohnfläche von 30 m2 für angemessen.
  • Unternehmer, die einen weltweiten Umsatz pro Jahr von mindestens 100.000 CHF erzielen, werden in der Schweiz mit ihren dort erzielten Erlösen ohne einen Schwellenbetrag umsatzsteuerpflichtig. Die bisherige Freigrenze für Umsätze in der Schweiz von 100.000 CHF entfällt. Dies hat in entsprechenden Fällen Registrierungs- und Deklarationspflichten für Umsatzsteuerzwecke in der Schweiz zur Folge.
  • Der DRSC hat einen Anwendungshinweis zu IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“ verabschiedet. Dieser soll bei der Bilanzierung von Fällen, in denen ein Arbeitgeber im Rahmen von Nettoerfüllungsvereinbarungen für Zwecke der Lohnsteuerzahlung eine zu hohe Anzahl von Aktien einbehalten hat und eine Kompensationszahlung hierfür leistet, unterstützen. Der Text des Anwendungshinweises wird laut DRSC noch in 2017 erscheinen. Weitere Unterlagen sind auf der Website des DRSC abrufbar.

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Umfang der Anschaffungskosten nach Überarbeitung von IAS 16

Für IFRS-Anwender: Der Änderungsentwurf befasst sich mit der Behandlung von Verkaufserlösen aus Produkten, die während der Testphase einer Produktionsanlage ...
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